Steigende Holzpreise im Sommer 2026: Chancen und Herausforderungen für Waldbesitzer

steigende holzpreise setzen neue maßstäbe im sommer 2026

Die Holzpreise in Deutschland erleben im Sommer 2026 ein bemerkenswertes Hoch, das sowohl inländische Waldbesitzer als auch internationale Märkte gleichermaßen betrifft. Getrieben durch einen globalen Rohstoffmangel und eine kontinuierlich steigende Exportnachfrage, insbesondere aus den USA, haben sich die Holzpreise auf Rekordniveaus entwickelt. Diese Situation bringt sowohl Herausforderungen als auch Chancen mit sich, insbesondere für Waldbesitzer, die diese Gelegenheit nutzen möchten, um von den hohen Preisen zu profitieren.

aktuelle preisentwicklung bei unterschiedlichen holzarten

Laut aktuellen Berichten von diversen Waldbesitzervereinigungen, darunter WBVFS und FBG Amberg-Schnaittenbach, haben die Preise für Fichtenholz der Qualität B/C, 2b+, die Marke von 128–131 €/Fm erreicht, regional sogar bis zu 132 €/Fm. Dies stellt einen Anstieg von 5–10 € im Vergleich zum Vorquartal dar. Auch Kiefernrundholz verzeichnete einen Aufwärtstrend, mit Preisen zwischen 96 und 100 €/Fm, während Eichenholz je nach Qualität zwischen 80 und 650 €/Fm gehandelt wird.

regionale unterschiede und exportdruck

In Regionen wie Bayern und Baden-Württemberg berichten Quellen wie WBV Schongau von steigenden Erlösen. Hier wurden für Fichtenholz der Güteklasse B, 2b-4b, Preise um die 115 €/Fm gemeldet. Die Douglasie erzielte in derselben Region zwischen 138 und 140 €/Fm. Der Exportdruck, speziell in die USA, beeinflusst die Preisgestaltung maßgeblich, während der heimische Markt trotz dieser Preisanstiege von einem verhaltenen Wachstum geprägt ist.

der markt für brennholz und industrieholz

Auch die Brennholzpreise haben einen Aufwärtstrend verzeichnet. Buche, gespalten, wird derzeit für etwa 110 €/Ster angeboten, während ofenfertiges Fichtenholz bei 115 €/Ster liegt, so Berichte des WBV Schongau. Die Preisanstiege wurden auch bei Käfer- und Industrieholz beobachtet, wobei weiches Industrieholz derzeit bei etwa 38 bis 42 €/Fm gehandelt wird.

nuancierte aussichten für waldbesitzer

Während Experten Waldbesitzern raten, die Gelegenheit zu nutzen und Holz jetzt einzuschlagen, gibt es auch warnende Stimmen aus der Branche. WBV Rosenheim hat darauf hingewiesen, dass die Preise seit Dezember 2025 um 30 % gestiegen sind, was maßgeblich durch den Export in die USA bedingt ist. Laut aktuellen Futures-Projektionen von Trading Economics werden die Preise voraussichtlich bei 576 USD pro 1000 ft im Mai liegen. Trotz dieser positiven Aussichten gibt es Bedenken, dass volle Lager und der damit verbundene Preisdruck auf Hackschnitzel ein Problem darstellen könnten. Waldbesitzer sind somit gut beraten, diese Trends im Auge zu behalten und gegebenenfalls ihre Strategien anzupassen, um ökonomische und ökologische Vorteile zu maximieren.