Palma zeigt Megapark-Besitzer an: Millionen-Schadensersatz gefordert
Bartolomé Cursach, bekannter als der Megapark-Besitzer auf Mallorca, steht erneut im Fokus juristischer Auseinandersetzungen. Die Stadtverwaltung von Palma de Mallorca fordert nun rund sechs Millionen Euro Schadensersatz vom spanischen Justizministerium. Die Forderung stützt sich auf die umfangreichen Kosten, die im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen Cursach entstanden sind.
Aufwendige Ermittlungen und finanzielle Belastungen
Die langwierigen Ermittlungen im „Fall Cursach“ belasteten die Stadtkasse erheblich. Allein 3,8 Millionen Euro flossen in Anwaltskosten, während weitere 2,1 Millionen Euro für Gehaltszahlungen von suspendierten Polizeibeamten aufgebracht werden mussten. Diese Beamten waren während des Verfahrens angeklagt worden und wurden ohne Bezüge vom Dienst freigestellt.
Der Mammut-Prozess und sein Ausgang
Der Prozess endete im Jahr 2018 mit dem Freispruch von Cursach, der vor allem wegen Korruptionsvorwürfen angeklagt war. Der Besitzer des Megapark-Clubs an der Platja de Palma war im Jahr 2017 im Rahmen eines weitreichenden Korruptionsskandals festgenommen worden. Trotz seines Freispruchs bleibt Cursach im Rampenlicht und ist weiterhin eine umstrittene Figur in der Öffentlichkeit.
Zwischen Schlagzeilen und Geschäftserfolg
Neben den Verstrickungen mit der Justiz bleibt Cursach auch durch andere Vorfälle in den Schlagzeilen. Ein Vorfall im Mai 2023 zeigte Cursach in einem unvorteilhaften Licht, als er mit einem Padel-Schläger einen Touristen attackierte. Anlass war ein Krankenwagen, der die Ausfahrt seines Megapark blockiert hatte.
Wirtschaftliche Stärke der Grupo Cursach
Trotz dieser negativen Schlagzeilen bleibt die Grupo Cursach, das Familienunternehmen hinter dem Megapark sowie BCM und Tito’s, ein bedeutender Player auf Mallorca. Mit jährlich über 1,5 Millionen Kunden hat sich das Unternehmen unter der Führung von Carlos Lucio, bis 2023 als Geschäftsführer aktiv, als führende Kraft in der Unterhaltungsbranche der Insel etabliert.
Die andauernde Bürde nach dem Freispruch
Der aktuelle Schadensersatzanspruch der Stadt Palma gegen das Justizministerium verdeutlicht die andauernden Belastungen, denen Bartolomé Cursach ausgesetzt ist, selbst nach seinem Freispruch. Der Fall demonstriert die komplexen und langfristigen Folgen, die juristische Verfahren sowohl für Einzelpersonen als auch für öffentliche Institutionen haben können.
