Ein neuer Chef für Porsche: Michael Leiters übernimmt das Steuer
Zum 1. Januar 2026 übernimmt Michael Leiters den Vorstandsvorsitz bei Porsche und folgt damit auf Oliver Blume, der seit Herbst 2015 an der Spitze des Luxusherstellers stand. Diese Veränderung erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt, da Porsche mit einer außergewöhnlich herausfordernden Marktsituation und drastischen Umsatzeinbußen konfrontiert ist. Leiters soll dem Unternehmen neuen Kurs geben und verliert keine Zeit, deutliche Akzente zu setzen.
Von Ferrari zu Porsche: Die Erfahrung zählt
Michael Leiters ist kein Unbekannter in der Automobilbranche und bringt ein reichhaltiges Portfolio an Erfahrungen mit. Der promovierte Maschinenbauer war über acht Jahre Technischer Direktor bei Ferrari und anschließend CEO von McLaren Automotive. Seine beeindruckenden 13 Jahre Porsche-Erfahrung unterstreichen seine Qualifikation und seinen tief verwurzelten „Stallgeruch“ im Unternehmen.
Strategische Neuausrichtung unter Leiters‘ Führung
Leiters‘ erste Aufgabe besteht darin, die „grausigen Jahreszahlen“ zu verbessern und Porsche für die Zukunft zu rüsten. Anstatt sich ausschließlich auf die Entwicklung batterieelektrischer Modelle zu konzentrieren, verfolgt Leiters einen breiteren Ansatz. Er plant die parallele Entwicklung von Verbrennern, Hybriden und Elektroantrieben. Projekte, die finanziell riskant erscheinen, werden auf den Prüfstand gestellt, und Modellreihen werden gestrafft, um die Effizienz zu steigern.
Personelle Veränderungen als erstes Signal
In einer seiner ersten Entscheidungen ernannte Leiters Tobias Sühlmann als neuen Chefdesigner, was auf seine Bereitschaft hinweist, unkonventionelle Entscheidungen zu treffen. Sühlmann, ein Vertrauter aus Leiters’ McLaren-Zeit, löste Michael Mauer zum 1. Februar 2026 ab. Diese Personalie betont Leiters’ Entschlossenheit, Veränderungen dort durchzusetzen, wo er es für nötig hält.
Ein fokussierter Kurs für die Zukunft
Michael Leiters wird nicht nur als Manager wahrgenommen, der Porsche disziplinieren soll, sondern auch als strategischer Macher, der das Erbe seines Vorgängers hinter sich lassen möchte. Sein Kurs ist klar und pragmatisch: Er legt den Schwerpunkt auf Ertragswachstum durch Effizienz und strategische Investitionen, anstatt durch unkontrollierte Expansion. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich das unter seiner Führung entwickelte Portfolio auswirken wird.
