Einigung über die Zukunft von HKM zwischen thyssenkrupp und Salzgitter

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Einigte Strategie: thyssenkrupp Steel und Salzgitter planen Zukunft von HKM

In einer bedeutenden strategischen Entscheidung hat Thyssenkrupp Steel Europe (TKSE) eine Einigung mit der Salzgitter AG über die Zukunft der Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) in Duisburg erzielt. Die Vereinbarung sieht vor, dass TKSE seine 50-prozentige Beteiligung an HKM bis zum 1. Juni 2026 an Salzgitter verkauft. Diese Entscheidung fiel nach langen Verhandlungen unter der Moderation des ehemaligen hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch.

Umstrukturierung der Produktionskapazitäten

HKM ist bekannt als Deutschlands zweitgrößtes Stahlwerk, das rund 3.000 Mitarbeiter beschäftigt und über zwei große Hochöfen verfügt. Es stellte bisher Vorprodukte für seine Eigentümer TKSE, Salzgitter und Vallourec her. Die erzielte Einigung legt fest, dass die Belieferung von TKSE durch HKM bis Ende 2028 anstelle des ursprünglich geplanten Jahres 2032 beendet wird. Dies folgt einer zuvor getroffenen Entscheidung, den Liefervertrag im April 2025 zu kündigen, wodurch die Abnahmemenge von TKSE um jährlich 2,5 Millionen Tonnen Stahl reduziert wird.

Kommentar von Führungspersönlichkeiten

Marie Jaroni, die Leiterin der Stahlsparte, betonte die Bedeutung dieser Einigung für TKSE: „Dies ist ein Meilenstein zur zukunftsfesten Aufstellung von thyssenkrupp Steel“. Jaroni hob hervor, dass die getroffene Vereinbarung „fair und tragfähig“ sei und die Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern berücksichtige. Auch der Vorstandsvorsitzende der Salzgitter AG, Gunnar Groebler, bezeichnete die Einigung als „wichtiges Etappenziel“. Seiner Aussage nach soll HKM Teil des Transformationsprozesses zur CO₂-reduzierten Stahlerzeugung im Salzgitter-Konzern werden.

Zukunftsplanung für HKM

Die gesicherte Zukunft von HKM umfasst eine wichtige Transformation: Während HKM unter der Führung von Salzgitter weiterbestehen wird, wird nur ein Drittel der derzeitigen Belegschaft übernommen. Diese Anpassung geht einher mit der Umstellung auf eine klimafreundliche Produktion, wie in einer YouTube-Übertragung von Studio 47 hervorgehoben wurde.

Thyssenkrupp Steel auf neuem Kurs

Diese Entwicklung ist Teil einer umfassenderen Umstrukturierung bei TKSE. Das Unternehmen hat angekündigt, seine Produktionskapazitäten von derzeit 11,5 Millionen Tonnen auf bis zu 9 Millionen Tonnen zu reduzieren, um seine Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Der CEO von TKSE, Dennis Grimm, hatte zuvor erklärt, dass eine Trennung von HKM notwendig sei. Auch Vallourec plant einen Ausstieg aus HKM bis 2028, während die IG Metall in Verhandlungen über Sozialpläne zur Sicherung von Arbeitsplätzen steht.

Eine Lösung für die Region Duisburg-Nord

Die getroffene Einigung bietet Duisburg-Nord neue Perspektiven: Anstelle einer möglichen Schließung wird HKM transformiert und bleibt unter der Leitung von Salzgitter bestehen. Diese Entscheidung bringt nicht nur Klarheit für die Region, sondern zeigt auch das Engagement der Beteiligten, die globale Stahlproduktion in Richtung Nachhaltigkeit zu steuern.

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